Link zum Stück2012 Theater Bielefeld

The Who’s Tommy

Inszenierung & Choreographie: Götz Hellriegel

„Für Bühnenbildnerin Dietlind Konold ist das Haus ein Symbol für Tommys mentale Eingeschlossenheit und die völlig zerstörte Beziehung zu dessen Eltern. Sie verwendet es als Motiv für zwei bespielbare Stahlberüste, die miteinander verbunden werden können und auf verschiedenen Ebenen mehreren Handlungsorten als Schauplatz dienen. Selbst der Spiegel, den Mrs. Walker im Moment ihrer größten Verzweiflung […] zerstört, hat sich am Ende seines bis zur Übermächtigkeit ansteigenden Wachstums in die Form des Hauses transformiert. Tommy überdies klammert sich während der gesamten Dauer seiner Isolation an einem Spielzeugmodell dieses Hauses fest – im Moment der Tragödie, dem Mord am Lebensgefährten der Mutter durch den aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrten Vater, spielte er damit. […] das Theatererlebnis ist packend […] der Umgang mit dem Werk stets pfleglich.“

Musicals
12/2012

Dietlind Konold zeichnet für die Ausstattung verantwortlich. Zwei bespielbare Traversenkonstruktionen in Form eines Spitzgiebelhauses rechts und links sowie ein drittes Spitzgiebelhaus in der Mitte, das sich durch Heraufziehen der Fassade in den Schnürboden in das Wohnzimmer der Walkers verwandelt, bilden das Bühnenbild, welches durch einige Flipperautomaten ergänzt wird. Die 17 Darsteller sind im Lauf der Vorstellung in 180 Kostümen auf der Bühne zu sehen, was durch teilweise sekundenschnelle, sorgfältige koordinierte Kostümwechsel ermöglicht wird.

Musicalcocktail 101
12/2012

Premierengäste feiern das Rockmusical "The Who’s Tommy" im Bielefelder Stadttheater
... Absolut sehens- und hörenswert auch das Ensemble, das im ständigen, oft sekundenschnellen Kostümwechsel spielfreudig in die Kleinrollen schlüpfte und ansonsten jeder Szene einen glaubhaft belebten Hintergrund mit vielen sehenswerten Seitengeschehnissen gab – und vielen Songs weit mehr als "nur" einen begeisternden Background gab.
Vom Publikum stehend gefeiert, zelebrierten die Akteure noch einmal einen bejubelten Schnelldurchlauf der Highlights aus zwei Stunden Tommy – von "Bin frei" bis zum "Flipperwunder".

Neue Westfälische
25.9.2012

Hübsche, ein wenig historisch anmutende Kostüme erfreuen das Auge, und die eher schlichte Bühne mit dem aufklappbaren, spitzgiebeligen Haus im Zentrum, zwei Gestellen in ähnlichen Umrissen rechts und links davon und ein paar herabsenkbaren Flippern, alles von Dietlind Konold erdacht, machen eine absolut funktionale, liebevoll hergerichtete Bühne.

Opernnetz
23.9.2012

Diesen Tommy muss man einfach sehen. Die Bielefelder Ausgabe der legendären Rockoper der britischen Band „The Who“ feierte am Sonntagabend im Stadttheater eine umjubelte Premiere. Die Show bietet alles, was eine gelungene Musical-Inszenierung ausmacht.
Tolle Darsteller, ein fantastisches Bühnenbild, schnelle Szenenwechsel und Musiker, die den „Who“-Mitgliedern um Pete Townshend in nichts nachstehen.

Die Glocke
25.9.2012