Link zum Stück2016 Pfalztheater Kaiserslautern

Tristan und Isolde

Regie: 
Kerstin Maria Pöhler
Bühne: 
Herbert Murauer

Was für ein großartiger Abend für das Pfalztheater in Kaiserslautern! [...] Regisseurin Kerstin Maria Pöhler und ihr Team - Herbert Murauer (Bühne), Dietlind Konold (Kostüme) und Karl-Heinz Christmann (Video) - zeigen einen sehr heutigen Tristan, dessen eigentliche Wunde eine psychische Versehrtheit ist.

Die Rheinpfalz
11.4.2016

Einheitlich dunkle Anzüge für die Herren, weißes (Braut)kleid für Isolde, Brangäne in gelber Bluse, schwarzer Hose, seltsame Altrocker-Ausstattung für Kurwenal bilden die unspektakulären Kostüme...

Der neue Merker
10.4.2016

Der Kraftakt in Kaiserslautern [...] gelang auf in dieser Form kaum zu erwartendem Niveau. [...] Das Pfalnztheater verdankte sowohl der ambitionierten Regie wie auch der musikalischen Klasse aller Beteiligten einen der denkwürdigen Abende in seiner jüngeren Bühnengeschichte.

Opernglas
6/2016

Hohe Erwartungen wurden, was die Gründlichkeit der Auseinandersetzung mit dem Stoff und den begründeten Aufwand an szenografischen Mitteln betrifft, nicht enttäuscht [...] Eine immense Fülle an ausgedacht Zeichenhaften wurde eins zu eins umgesetzt [...] Als ein nicht unangemessen von der Haupthandlung ablenkender Nebenstrang wurde die Intrige des beflissenen Höflings Melot (bürokratenblond maskiert: Daniel Böhm) mit Notizbuch und wachsamer Allgegenwart gestaltet. Nicht einmal widerwillig gelingt es diesem Schreibtisch-Wurm, dem Gegner Tristan am zweiten Aktschluss die verhängnisvolle Wunde beizubringen. Deutlich markiert die Inszenierung die Todessehnsucht Tristans, die Todesmotivik überhaupt.

Opernwelt
6/2016