Link zum Stück2017 Volksoper Wien / Kasino am Schwarzenbergplatz

Limonen aus Sizilien

Regie: 
Mascha Pörzgen

„Zeitgenössische Oper funktioniert in diesem Raum nicht nur, sie passt geradezu perfekt in dieses Ambiente. […] Ähnliches gilt für Regisseurin Mascha Pörzgen, die in Dietlind Konolds sparsamem Bühnenbild nicht auf Experimente setzt, sondern die Geschichte(n) linear und subtil erzählt. Wer will, kann die psychoanalytische Ebene sehen. Wer nicht will, kann sich auch nur an Szenen, die an die Commedia dell'arte erinnern, erfreuen. Gut so!“

Kurier
14.02.2017

„Spielstätte ist das Kasino am Schwarzenbergplatz, ein hoher, klassizistischer Saal. Mit Zypressen und atmosphärischer Beleuchtung zaubert Dietlind Konold […] südländische Atmosphäre in das kaiserliche Ambiente. Wenige Requisiten – Stühle, ein Bett und die allenthalben kullernden Limonen – reichen der Regisseurin Mascha Pörzgen für ihre Inszenierung, die im bürgerlichen Milieu um 1900 beginnt und in den ärmlichen Verhältnissen der Kriegsjahre endet.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung
20.02.2017

„Nicht nur Limonen, die vorzugsweise auf den Boden geschleudert werden, auch ein gleichfarbiger Pullunder zieht sich wie ein gelber Faden durch die drei Akte. […] Mit nur wenigen Requisiten kommen dabei Regisseurin Mascha Pörzgen und Ausstatterin Dietlind Konold aus – wohltuende Abwechslung zur sonst oft überfrachteten Volksopern-Bühne. Auch sonst scheint das Haus am Gürtel alles richtig gemacht zu haben in dieser Kooperation mit dem Burgtheater.“

Tiroler Tageszeitung
15.02.2017

„Ziemlich stimmig ist ja auch, was die Wiener Volksoper in diesem atmosphärisch starken Raum, dem Kasino am Schwarzenbergplatz, in Zusammenhang mit Manfred Trojahns Oper Limonen aus Sizilien präsentiert. Da sind wenige Requisiten im Einsatz, Bett und Stuhl reichen im Grunde, und Regisseurin Mascha Pörzgen nutzt die Chance, ohne Ausstattungsablenkung Figuren prägnant Kontur zu verleihen und das Wesentliche ihrer Beziehungen musiktheatralisch belebend in den Mittelpunkt zu stellen.“

Der Standard
14.02.2017

„... der intime, opulent verwahrloste Spielraum ist ein Glück für diese Arbeit. Er atmet Italianità wie ein altehrwürdiger Palazzo. Trojahns Ehefrau Dietlind Konold hat sich mit Bühnenbild und Kostümen befasst, mit wenigen Versatzstücken kommt sie aus, ein Bett, ein paar Stühle, eine Kleiderstange, und lässt so den Sängern Raum zu agieren. In einem Zypressenhain linker Hand tummelt sich ein bocksbeiniger Faun, ein altes Paar tanzt langsamen Walzer. Limonen kommen in jeder Episode vor, werden zu Boden geschleudert, einander an den Kopf geworfen oder geschält, und eine Kasperlhandpuppe als quasi Reminiszenz an die verlorene Unschuld der Kindheit. Trojahn und Konold verstehen sich auf die Poetik von Bildern.“

mottingers-meinung.at
18.02.2017