Link zum Stück2017 Stadttheater Ingolstadt

Die Leiden des jungen Werther

Regie: 
Julia Mayr

„...federleicht, anrührend, spektakulär … Julia Mayr setzt ganz auf Reduktion. Kaum etwas lenkt ab im Bühnenraum von Dietlind Konold. Links eine gestrandete Kutsche - vielleicht als Verweis auf die Entstehungszeit des Textes. Hier eine Leiter, dort ein Kinderstuhl. An den Wänden weiße Blätter mit einzelnen Wörtern. Es ist ein Gedankenraum. Wir sind in Werthers Kopf. Manchmal sehen wir (in Stefano Di Buduos poetischen Videoprojektionen) die verstreichende Zeit. Mal Geschriebenes. Aber oft ist da nur Lotte.
Julia Mayrs Inszenierung ist aus einem Guss: hoch komplex, klug, temporeich, komisch, beziehungsreich. “

Donaukurier
22.12.2017

„...Ausstatterin Dietlind Konold lässt eine alte Kutsche mit Nachttischlämpchen und eingebautem Keyboard in die Bühne ragen. Ein nostalgisches Relikt, das den historischen Abstand zur Goethezeit sinnfällig ins Bild schiebt. Die Distanz zur Goethezeit nicht einfach zu negieren ist klug gedacht, bewahrt die Inszenierung vor einer platten Modernisierung und erleichtert es den Darstellern, Goethe-Texte zu sprechen und dennoch auch mit einigen behutsam eingefügten heutigen Formulierungen die Grundkonflikte deutlich zu machen...“

Kulturkanal Ingolstadt
25.12.2017

„...Kostüme und Bühne sind (von Dietlind Konold) schlicht gestaltet, auf einer Kutsche ist ein Klavier installiert, auf welchem die durchweg spielfreudigen Schauspieler immer wieder musizieren, gesungen wird zudem. Großporträts werden auf den Hintergrund projiziert (Videos von Stefano di Buduo), sodass Werther seiner Lotte in seinen Tagträumen über die riesigen, roten Lippen streichen kann...“

Augsburger Allgemeine
28.12.2017