Tristan und Isolde
Kostüme
2016: Pfalztheater Kaiserslautern
„Was für ein großartiger Abend für das Pfalztheater in Kaiserslautern! […] Regisseurin Kerstin Maria Pöhler und ihr Team – Herbert Murauer (Bühne), Dietlind Konold (Kostüme) und Karl-Heinz Christmann (Video) – zeigen einen sehr heutigen Tristan, dessen eigentliche Wunde eine psychische Versehrtheit ist.“
„Einheitlich dunkle Anzüge für die Herren, weißes (Braut)kleid für Isolde, Brangäne in gelber Bluse, schwarzer Hose, seltsame Altrocker-Ausstattung für Kurwenal bilden die unspektakulären Kostüme…“
„Der Kraftakt in Kaiserslautern […] gelang auf in dieser Form kaum zu erwartendem Niveau. […] Das Pfalztheater verdankte sowohl der ambitionierten Regie wie auch der musikalischen Klasse aller Beteiligten einen der denkwürdigen Abende in seiner jüngeren Bühnengeschichte.“
„Hohe Erwartungen wurden, was die Gründlichkeit der Auseinandersetzung mit dem Stoff und den begründeten Aufwand an szenografischen Mitteln betrifft, nicht enttäuscht […] Eine immense Fülle an ausgedacht Zeichenhaften wurde eins zu eins umgesetzt […] Als ein nicht unangemessen von der Haupthandlung ablenkender Nebenstrang wurde die Intrige des beflissenen Höflings Melot (bürokratenblond maskiert: Daniel Böhm) mit Notizbuch und wachsamer Allgegenwart gestaltet. Nicht einmal widerwillig gelingt es diesem Schreibtisch-Wurm, dem Gegner Tristan am zweiten Aktschluss die verhängnisvolle Wunde beizubringen. Deutlich markiert die Inszenierung die Todessehnsucht Tristans, die Todesmotivik überhaupt.“