Link zum Stück2011 Hamburger Kammerspiele

Enron

Regie: 
Ralph Bridle

„Rot flimmern die neuen Aktienkurse über ein großes LED-Band auf der Bühne. Es sind die späten 1990er-Jahre in Amerika. Die Wirtschaft boomt. In den Chefetagen der Großkonzerne herrscht Champagnerlaune und Übermut. Übermut, der schnell in Größenwahn kippt. [...]
Trotz des sperrigen und hochkomplexen Themas gelingt Bridle eine sehenswerte Inszenierung über ein nach wie vor aktuelles Thema ...“

Financial Times Deutschland / dpa
18.4.2011

„Eine schwarze Schräge als Bühne, auf der Monitore und ein Laufband fortlaufend den Aktienstand an der Börse anzeigen, nebst zwei Chefsesseln, mehr braucht die Ausstatterin Dietlind Konold nicht, um einen nüchternen Raum zu schaffen, in dem eigentlich Ungeheuerliches abgehandelt wird. [...] Für Vergnügen sorgen auch die Jurassic-Park-Raptoren als gierige Fresser von Verlusten, mit denen der reale Andrew Fastow als Ideengeber tatsächlich spielte.“

Die Welt
19.4.2011

„Bei der Premiere am Sonntag in den Hamburger Kammerspielen wurde die Inszenierung von Regisseur Ralph Bridle begeistert gefeiert...“

Bild / dpa
18.4.2011

„Ein lauter Knall. Dunkelheit. Die Spekulationsblase ist geplatzt, das Spiel um Milliardengewinne auf der Bühne ist verloren. Regisseur Ralph Bridle hat sie in seiner Inszenierung von Lucy Prebbles "Enron" an den Kammerspielen selbst zum Schauplatz gemacht - mit einem elektronischen Schriftband und Monitoren für die aktuellen Aktienkurse. [...] Die Lehman-Brüder tauchen als Marx Brothers auf, die Raptoren und Rechtsanwälte rebellieren. [...]
Die mit viel Beifall bedachte Aufführung erklärt die Finanzwelt nicht, sondern entlarvt sie als nach eigenen Regeln funktionierenden Mechanismus: ein Tanz ums Kapital, das nach wie vor ungehindert von der Politik seine Scheinspektakel betreibt.“

Hamburger Abendblatt
19.4.2011