Link zum Stück2009 Gastspiele in verschiedenen Barocktheatern

Siroe, rè di Persia

Regie: 
Wulf Konold

„...Man merkt den Darstellern an, dass sie sich geradezu augenzwinkernd durch die wenigen von Bühnenbildnerin Dietlind Konold zur Verfügung gestellten Requisiten des Stücks hindurchbewegen: da sieht man vieldeutig Mediterranes, ein Boot, eine Schiffsanlegestelle, einen Rettungsring, der natürlich im genau richtigen Moment eine metaphorische Bedeutung annimmt, und eine weiße Leinwand als Himmel […] Als am Ende auf der Bühne die Sektkorken für das Happy End knallen, kommt auch Jubelstimmung im Publikum auf. Die Künstler werden mit Bravorufen gefeiert.“

Donaukurier
4.10.2009

„...Gleichwohl machten die Frische ihres Spiels, ihre Hingabe an die Schönheit der Vokalpartien des Siroe, Re di Persia und die gefällige Inszenierung von Wulf Konold alle Strapazen im barocken Brutkasten vegessen. Die Minimalästhetik stellte die Stimmen als etwas Wunderbares aus, fokussierte den Gesang und all das Menschliche, das er auszudrücken imstande ist. […] erst recht, als die Räuberpistole mit einem charmanten Finale endete: Sekt, bunte Lampen, Flitterregen, eine Bootstaufe – und die Mitteldeutsche Zeitung als Requisit....“

Mitteldeutsche Zeitung
12.6.2010

„Zwar standen Wulf und Dietlind Konold für die Kulissen, Requisiten und Kostüme sicher weniger Mittel zur Verfügung als etwa Kollege David Alden an der Spielstätte am Max-Joseph-Platz – dennoch kam eine witzige, frische, einfallsreiche, hintersinnige und runde Produktion heraus.
So wurde das persische Reich durch ein ‚lebensgroßes‘ Papierschiffchen symbolisiert, die königliche Familie mutierte zu einem Clan Yachtbesitzer und das Namensschild am Schiffsbug wurde entscheidend für die Thronfolge. Dabei waren die männlichen Akteure etwa in zeitlos moderne Kurzmäntel gekleidet. Nur ihre orientalisch anmutenden langen Hemden und Röcke erinnerten an das Persien vor 1400 Jahren...“

Neuburger Rundschau
4.10.2009